Maschinisten, die Fahrer der Feuerwehrfahrzeuge müssen im Einsatzstress eine kühlen Kopf behalten, um die Mannschaft sicher an die Einsatzstelle zu bringen. Das gilt auch bei widrigen Fahrbahnbedingungen und schlechtem Wetter. Deshalb übten 10 Fahrer der Volkacher Feuerwehr unter extrem Bedingungen das Fahren.

Die geographischen Gegebenheiten der Rhön boten den Teilnehmern perfekte Bedingungen, den Unimog fast bis zur Leistungsgrenze zu testen und Ihn egal ob auf einer Sandfläsche, oder bei 60% Steigung wieder aus dem Terrär zu bringen.
Zu allererst gab es eine Theorie Einführung. Ein externer Ausbilder erklärte die genauen Funktionsweisen der an Bord befindlichen Hilfsmittel wie die Reifendruckregelungsanlage, Differenzialsperre und Allrad. Anschließend bekam jeder Fahrer Einzelunterricht. Hier wurde der abwechslungsreiche Parkur durchfahren, auf die speziellen Handlungsabläufe hingewiesen und gemeinsam Verbesserungsvorschläge erarbeitet.
Der andere Teil der Truppe übte währenddessen das manövrieren der PKW´s, durch einen eng gesteckten Slalom Parkur.

Nach einer Brotzeitpause ging es dann ins Eingemachte. Die Fahrer kämpften sich zusammen mit dem Unimog durch das unwegsame Gelände. Bis zu 60% Steigung, gepaart mit Geröllpisten, ein Meter tiefen Wasserlöchern und endlosen Hügeln zum Trotz, meisterten die Maschinisten die verschiedenen Hindernisse.
Am Anfang etwas skeptisch, waren sich am Ende alle einig, über die Wichtigkeit eines solchen Trainings. Der Rege Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmern und Trainern tat das Übrige. Am Abend fuhr die Kolonne zur Würzburger Hütte. Dort klang der ereignisreiche Tag aus.

„Der Unimog hat seinen großen Nutzen für die Feuerwehr einmal mehr unter Beweis gestellt und kämpft sich ohne jegliche Probleme durch das unwegsame Gelände. Doch die Maschine kann nur so gut sein wie sein Bediener.“, kommentiert 1.Kommandant und Organisator Fred Mahler die Übung.

Das Tanklöschfahrzeug auf Fahrgestell Unimog ist Bestandteil des Katastrophenschutz Kontingents und speziell für Vegetationsbrände ausgestattet. Nach den Fahrübungen wurde ein Waldbrand im Unterholz simuliert. Die Teilnehmer erprobten verschiedenen Methoden, den angenommenen Brand zu löschen. Hierbei war vor allem der sogenannte Pump an Roll Betrieb (Das Fahrzeug fährt und die Pumpe fördert trotzdem Löschwasser) von Vorteil.

Der Dank gilt an die Stadt Volkach, welche die Kosten für die Verpflegung übernahm, sowie an den Feuerwehrverein, welcher für die Übernachtung aufkam.
Das fast schon blinde Bedienen der Gerätschaften auch bei äußerst schlechten äußeren Umständen sorgt für eine sehr große Sicherheit der Einsatzkräfte.