Die Situation war täuschend echt. Dichter Rauch drang aus dem Obergeschoss, als am Freitag gegen 8.15 Uhr der Feueralarm in der Mädchenrealschule der Franziskanerinnen Volkach ertönte. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass es sich um eine Übung handelt. Kurze Zeit später traf der erweiterte Löschzug der Feuerwehr Volkach an der Schule ein. Schulleiterin Doris Roth empfing die Einsatzkräfte, wies sie in die Lage ein und teilte ihnen mit, dass noch zwei Schülerinnen vermisst werden. Diese standen am Fenster im zweiten Stockwerk und schrien um Hilfe.
Vorbildlich wurde das Gebäude durch die Lehrkräfte evakuiert, sowie die Vollständigkeit der Klassen geprüft.
Während zwei Trupps unter Atemschutz ins Gebäude gingen, wurden die zwei Schülerinnen über die Teleskoprettungsbühne ins Freie gerettet.

„Unsere Strukturen haben sich bewährt. So genannte Evakuierungshelfer sorgten dafür, dass binnen wenigen Minuten die komplette Schule evakuiert war.“, so Schulleiterin Doris Roth.

Gerade wieder im Stützpunkt angekommen, schrillten die Funkmeldeempfänger erneut. Diesmal wurde ein Küchenbrand im Kindergarten gemeldet. Alle Kinder konnten sich zusammen mit Ihren Betreuerinnen ins Freie retten. Unter schwerem Atemschutz wurde der vermeintliche Brand gelöscht, sowie das Gebäude rauchfrei gemacht.

Das solche Übungen für die betroffenen Objekte, als auch für die Feuerwehr unerlässlich sind, zeigte sich mal wieder. Bei einer anschließenden Nachbesprechung zeigten sich alle Beteiligten sehr zufrieden mit der Arbeit der Mädchenrealschule, des Kindergartens und der Feuerwehr.

„Wir sind dankbar, dass wir eine so gut funktionierende Feuerwehr in Volkach haben, auf die wir uns im Ernstfall verlassen können.“, das unterstrichen die Kindergärtnerinnen in der Nachbesprechung.