Sturmtief Fabienne wütet über Escherndorf

Um 18.15 Uhr ging der erste Alarm für die Feuerwehr Volkach, wegen eines Unwettereinsatzes im Stadtgebiet ein. Noch während sich die Einsatzkräfte umzogen, klingelten die Funkmeldeempfänger bereits erneut. Diesmal war eine eingestürzte Kirche im Prichsenstädter Ortsteil Stadelschwarzach gemeldet. Die Volkacher Teleskoprettungsbühne (TRB) machte sich zusammen mit dem Zugtrupp sofort in Richtung Stadelschwarzach auf. Zwei weitere Fahrzeuge der Feuerwehr Volkach (besetzt mit 15 Einsatzkräften) wurden wenig später nach Escherndorf nachgefordert. Dort wurden insgesamt 35 Dächer teilweise abgedeckt. Während in Stadelschwarzach mehrere Häuser wieder eingedeckt wurden, arbeitete der andere Teil der Volkacher Einheiten in Escherndorf parallel. 

Ein Mann erlitt in Escherndorf auf Grund eines starken Schockes einen Kollaps und musste durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zwei weitere Personen wurden leicht verletzt und ambulant behandelt. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Anwohner.

Noch in Stadelschwarzach beschäftigt wurde dann auch die TRB nach Escherndorf abberufen. Dort angekommen wurde zusammen mit den anderen Feuerwehren und mehreren ortsansässigen Dachdeckern Dächer wieder eingedeckt und absturzbedrohte Ziegel entfernt. Wegen der Dunkelheit mussten die Einsatzstellen großräumig ausgeleuchtet werden. Hier kam unteranderem der Gerätewagen Hochwasser mit seinen neun LED Lichtstativen zum Einsatz. An der Einsatzstelle in Escherndorf waren die Feuerwehren aus Escherndorf, Astheim, Dettelbach und Volkach mit knapp 100 Einsatzkräften gemeinsam beschäftigt. Während der Sicherungsarbeiten standen mehrere Rettungswagen des BRK zur Absicherung des Feuerwehreinsatzes in Bereitschaft.

 

Als der Einsatz in Escherndorf komplett beendet war, ging es für die Kameraden der TRB wieder zurück nach Stadelschwarzach. Dort wurden im Ortskern noch zwei Dächer durch das Volkacher TRB Personal eingedeckt und etliche zerbrochene Ziegel entfernt. Den letzten Sturmeinsatz arbeiteten die Volkacher Kräfte in Laub ab. Das Dach eines Schweinestalls war teilweise abgerissen. Mit Folie wurden hier die Löcher provisorisch geflickt, sodass die für die 1000 Schweine überlebensnotwendige Lüftungsanlage nicht ausfallen kann.

Im Volkacher Feuerwehrhaus standen währenddessen drei Einsatzfahrzeuge auf Bereitschaft. Im Verlauf des Abends arbeiteten Sie mehrere umgestürzte Bäume im Stadtgebiet ab und stellten die Grundsicherung für das Stadtgebiet sicher. Besonders heftig war die Allee in Richtung Schloss bzw. Gutshof Hallburg betroffen. Dort sind Schätzungsweise 30 bis 40 Bäume wie Streichhölzer umgeknickt. Mit Kettensägen schlugen die Einsatzkräfte dort eine Schneise frei. Die restlichen Bäume werden heute Vormittag (24.09.) entfernt.

Gegen 01:00 Uhr kehrten die letzten Einsatzkräfte in das Volkacher Feuerwehrhaus zurück. Insgesamt waren seitens der Feuerwehr Volkach 45 Einsatzkräfte mit 7 Fahrzeugen über den Abend verteilt im Einsatz.

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