Tipps von der Feuerwehr, damit Weihnachten nicht im Desaster endet

Advent, Advent, der Christbaum brennt. Ein Kinderspruch, den man in der Adventszeit immer wieder beim singen von Liedern hört, doch schnell kann dieser lustige Satz, traurige Realität werden. Dass das nicht passiert, gibt die Feuerwehr Volkach Tipps, wie man unbeschadet durch die Weihnachtszeit kommt. 

Unachtsamkeit ist Brandursache Nummer eins! Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind. Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Streichhölzer und Feuerzeuge sollten an einem kindersicheren Platz aufbewahrt werden.

Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung. Außerdem dürfen diese nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) aufgestellt werden. Die Kerzen an Adventskränzen und am Weihnachtsbaum müssen rechtzeitig gelöscht werden, bevor sie komplett heruntergebrannt sind. Adventskränze und Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus und sind dann umso leichter entflammbar. Das trockene Tannengrün brennt mit hoher Geschwindigkeit ab. Eine Ausbreitung auf das ganze Zimmer oder die Wohnung ist deshalb stets möglich. Halten Sie daher einen Eimer oder eine Bodenvase mit Wasser bereit – noch effektiver sind Feuerlöscher mit einem Wasser-Schaum-Gemisch. Im Handel sind auch zertifizierte Feuerlöschsprays erhältlich, die eine sinnvolle Ergänzung im heimischen Brandschutz bieten können.

„Wir raten dringend davon ab, echte Kerzen an Weihnachtsbäume aufzuhängen. Es ist ratsam, Lichterketten (welche den VDE Bestimmungen entsprechen) anstatt dessen zu verwenden.“, ergänzt Pressesprecher Moritz Hornung.

Allerdings gibt es auch hier einen Haken. Steckdosenleisten haben individuelle Leistungsangaben (Meist 3500 Watt), die es nicht zu überschreiten gilt. Es ist ratsam, die individuellen Wattzahlen der an der Mehrfachsteckdose angeschlossenen Geräte zusammenzurechnen. Diese Summe darf die maximale Wattangabe der Mehrfachsteckdose – meist auf dem Geräteboden zu finden – nicht überschreiten. Ist die Leistung einer Steckdosenleiste überschritten, so kann es schnell zu einem Brand kommen. Noch gefährlicher ist es, mehrere Mehrfachsteckdosenleisten hintereinander zu verwenden, denn die Leistungsgrenze der Steckdose bleibt trotzdem unverändert. Dies führt schnell zur Überlastung de Steckdosenleiste und letztendlich zum Kabelbrand.

„Normalerweise müsste die Sicherung herausspringen, wenn zu viel Leistung an einer Mehrfachsteckdose hängt. Doch veraltete Strominstallationen oder ein Defekt in einem angeschlossenen Gerät können dies verhindern.“, erklärt die Feuerwehr.

Noch kein Geschenk für Weihnachten gefunden? „Schenken Sie Sicherheit! Schenken Sie einen Rauchmelder!“, empfiehlt die Feuerwehr. Egal ob für Freunde, Verwandte oder Kollegen, die handlichen Lebensretter sind immer ein passendes Geschenk. In Bayern sind die Rauchmelder zwar mittlerweile Pflicht, dennoch fehlen sie in vielen Haushalten. Oft werden Brände viel zu spät entdeckt und führen dann zu Personenschäden durch Rauchgasvergiftungen. Rauchmelder in der Wohnung verringern dieses Risiko enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Die Lebensretter gibt es schon für einen recht geringen Preis im Fachhandel. Sie dürfen in keinem Kinderzimmer und in keinem Schlafzimmer fehlen!

„Wenn es dann doch einmal brennen sollte, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen Sie (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.“

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